Segelkunstflug WM Torun

Donnerstag, 24. Juli

Heute waren es nicht die Gewitter, sondern der viel zu starke Höhenwind, der uns am Fliegen hinderte. Maximale Windgeschwindigkeit für den Segelkunstflug sind 10 m/s. Bei mehr ist es unmöglich, das Programm in der vorgeschriebenen Box von 1 X 1 km zu fliegen.

Stattdessen erledigten wir die Auswahl der Figuren für die Unbekannten Programme. Jedes Team darf je eine Figur vorschlagen, bis die geforderte Anzahl von 28 Figuren erreicht ist. Aus dieser Figurenauswahl werden dann je sieben Figuren genommen, um eines der unbekannten Programme zusammen zu bauen.

Die Teams schlagen die Programme vor und die Jury entscheidet, welches geflogen wird. Das gewählte Programm wird den Piloten spätestens 12 Stunden vor Beginn des jeweiligen Durchgangs bekannt gegeben. Jeder sieht die Aufgabe zum ersten Mal und muss dann fliegen, ohne vorher geübt zu haben.

Anliegend noch ein Bild vom CH-Team vor dem Denkmal von Nikolaus Kopernikus.

Bericht: Manfred Echter

Segelflug WM Torun

Mittwoch, 23. Juli

Heute, nach dem Eröffnungsbriefing sollte die Advanced als erste fliegen. Wir räumten aus und bauten den Start auf, während die Punktrichter unter der bewährten Leitung von Philippe “Pik” Küchler ihre Positionen bezogen.

Als Erstes fiel uns der doch recht kräftige Wind auf, dann braute es sich im Nordosten bedrohlich zusammen. Noch bevor der erste Wettbewerber starten konnte, ging zuerst der Wind aus den Limits und dann war schon das erste Gewitter über uns. Als es durch war, hatte sich der Wind wieder beruhigt und unser Freund Jukka aus Finnland eröffnete den Reigen. Aber während er in der Luft war, begann es schon wieder zu tröpfeln. Das zweite Gewitter kam dann schon mit Hagel daher. Also wurde wieder eingeräumt und als nach der Mittagspause absehbar war, dass es den Nachmittag so weitergehen würde, wurde neutralisiert.

Um 1800 Uhr gingen wir zur Eröffnungsfeier, die im Artushof beim alten Rathaus, in der Nähe unserer Unterkunft, stattfand. Schauen wir mal, was morgen läuft…

Manfred Echter

Segelkunstflug WM in Torun, Polen

Dienstag, 22. Juli 2014

Nachdem wir am Samstag Nachmittag nach langer Fahrt am Flugplatz in Torun ankamen, montierten wir zuerst den Fox und verstauten ihn im Hangar.

Die polnische Organisation macht einen kompetenten Eindruck und das Procedere zur Registration und der Erwerb der Schlepptickets waren schnell erledigt. Fliegen lag aber nach den Strapazen der Reise nicht mehr drin. Unsere Unterkunft liegt mitten in der historischen Altstadt von Torun, etwa 20 Autominuten vom Flugplatz entfernt. Abends brauchen wir nur durch die Türe hinaus zu gehen und haben die Auswahl unter rund einem Dutzend guter Restaurants.

Am Sonntag, 20. Juli, war noch kein grosser Andrang und wir drei Schweizer Teilnehmer konnten je drei Übungsflüge absolvieren. Die Box liegt mitten über dem Flugplatz aber etwa 15 Grad versetzt zur Piste. Für erfahrene Piloten kein grosses Problem, aber wer sich nicht auskennt, ist etwas verwirrt.

Am Montags gab es erstmals ein Briefing vor Flugbetriebsbeginn, aber nur um die Startnummern zu verteilen. Geschleppt wird mit einer Etra 300, einer 235-PS-Morane und einer uralten Yak 12, die aber mit ihren gut 300 PS gar nicht schlecht steigt. Die Schleppseile sind für Westeuropäer mit rund 20 m ungewohnt kurz. Jeder Schlepp ist damit “enger Verbandsflug”. Wir machten jeder noch einen Flug und dann war unser Bedarf an “Familiarisation” gedeckt.

Heute gönnten wir uns einen faulen Tag und fuhren erst zum Mittagessen an den Flugplatz. Manfred musste noch die polnischen Kameraden in den Gebrauch der Schweizer Linienrichter-Geräte einweisen, dann verzogen wir uns wieder in die Stadt.

Es gilt ernst!

Morgen, Mittwoch um acht Uhr ist das erste offizielle Briefing und dann wird auch festgelegt, welche Klasse zuerst fliegt, Advanced oder Unlimited. Auf dem Programm steht jedenfalls die “Bekannte Pflicht”, die jeder ausgiebig trainiert hat. Für uns in der Advanced keine schwierige Aufgabe, aber die Punktabstände werden dann auch ziemlich knapp sein und der geringste Fehler kann die gute Platzierung kosten.

Für Mittwochabend ist die Eröffnungsfeier angesagt, die auch in der Altstadt in einem sehr schönen historische Gebäude stattfinden soll.

Manfred Echter

Die Schweizer Teilnehmer: Manfred Echter, Martin Götz und Christoph Meier.
Alle drei Piloten starten in der Kat. Advanced.
Resultate und Teilnehmer siehe hier

WM Leszno 27.07. bis 09.08.2014

Seit letztem Dienstag ist unser Team in Leszno komplett. Maxime Petitpierre und Alexander Osen (RR) sind bereits seit letzter Woche hier und haben einige schöne Flüge machen können. Fredy Zulliger (69) ist am Sonntag angereist und war ebenfalls schon zweimal in der Luft. Daniel Rossier (RD) ist am Montag in der Nacht angekommen. Er ist gestern geflogen. Die technische Inspektion haben alle drei erfolgreich überstanden. Heute ist das Wetter ganz einfach zu beschreiben: Regen, Regen, Regen. Für morgen besteht eine geringe Hoffnung, dass es am Nachmittag einen kurzen Hüpfer geben könnte – mit viiieeel Glück. Die Stimmung bei uns ist trotzdem gut.

25.07.2014

Wie gestern geahnt, liegt auch heute nichts drin mit Fliegen. Das Wetter präsentiert sich grau in grau mit vielen Regentgropfen. Am Nachmittag könnte es einige Aufhellungen geben, aber die Luft ist zu feucht, als dass etwas möglich wäre. Am Nachmittag findet das erste offizielle Teamcaptainss Briefing statt, wie immer eine Marathonsitzung.

Die Piloten nützen die Zeit für letzte Vorbereitungen, Networking oder sie schlafen vor.

Bert Schmelzer Weltmeister in Standardklasse

Bert Schmelzer Weltmeister

Aktiv-Mitglied des SFVS und der SG Knonaueramt wird Weltmeister in der Standardklasse

Gestern Sonntag, 6. Juli 2014, gingen in Räyskälä (Finnland) die Segelflug-Weltmeisterschaften der Club-, Standard- und Doppelsitzerklasse mit der Siegerehrung zu Ende. Leider waren keine Schweizer Piloten mit dabei. Sehr erfreulich ist aber, dass der Belgier Bert Schmelzer Weltmeister in der Standardklasse wurde. Bert Schmelzer lebt seit mehreren Jahren in der Schweiz und ist seit 2011 aktives Mitglied der Segelfluggruppe Knonaueramt. Der 31-jährige ist Architekt ETH und wohnt in Zürich. Bert ist vielen Schweizer Segelfliegern bekannt, hielt er doch an der letztjährigen Segelflugkonferenz in Olten einen sehr interessanten Vortrag über „Segelfliegen in Marokko“.

Bert Schmelzer war nach dem 2. Wertungstag im Gesamttotal bereits auf dem 1. Rang, unmittelbar vor Sebastian Kawa (amtierender Weltmeister der 15m-Klasse aus Polen). Am 3. Wertungstag fiel Bert auf den 11. Gesamtrang zurück. Auf eindrückliche Weise kämpfte er sich hoch und war am 5. Wertungstag bereits wieder auf Rang 2, direkt hinter Kawa. Am 6. und zweitletzten Tag konnte er Kawa mit 8 Punkten Vorsprung überholen. Der letzte (7. Wertungstag) brachte ihm sogar noch einen Vorsprung von 23 Punkten auf Kawa ein, so dass Bert auf Discus 2a schlussendlich mit 31 Punkten Vorsprung auf Kawa Weltmeister wurde. Sein Bruder Tijl flog ebenfalls in der Standardklasse auf den bemerkenswerten 8. Gesamtrang.

Bert gewann dieses Jahr ebenfalls den Hahnweide Wettbewerb auf einem Clubflugzeug der SG Knonaueramt, einer ASG 29, diesmal in der 18m Klasse vor Ex-Weltmeister Werner Meuser und Ex-Europameister Reinhard Schramme.

Bert, ganz herzliche Gratulation.

Kehrsatz, 7. 7. 2014
Edi Inäbnit, Leiter Büro Sport des SFVS

Segelflug-Chronik, Ergänzungen

Die Segelflug-Chronik 2013, erste Fortsetzung zum Buch “Segelflug-Chronik – Die Geschichte des Schweizer Segelflugs”, ist erschienen und kann (hier) runtergeladen werden. Kommentare und Ergänzungen sind willkommen.

Das Buch, das im Herbst 2013 herauskam, umfasst 288 Seiten und über 300 Illustrationen (Buchbeschreibung). Es ist bei den Lesern sehr gut angekommen (zu den erhaltenen Kommentaren). Es ist leicht leserlich, bringt den Segelflug auch einem breiteren Publikum näher und eignet sich auch als Geschenk für Nichtaviatiker. Wir haben noch Bücher in beiden Sprachversionen, deutsch und französisch, an Lager. Preis CHF 50.- + CHF 12.- Versandkosten. Bestellungen am besten beim Autor: kuengmr@web.de.

Gefährliche Begegnungen

Leider kommt es im Luftraum Echo immer wieder zu legalen, aber gefährlichen Annäherungen zwischen Motorflugzeugen, die nach IFR1 operieren, und VFR-Flügen.

Im Luftraum Echo gilt bekanntlich das Prinzip „See and Avoid“. Bei VMC2 gelten die Ausweichregeln und das generelle Vortrittsrecht auch für IFR-Flüge.

Die meisten Motorflugzeuge sind mit Transponder ausgerüstet und so für die Flugsicherung sowie mit TCAS3 ausgerüstete Flugzeuge sichtbar. Ein IFR-Pilot kann so rechtzeitig vor einer gefährlichen Annäherung gewarnt werden. Kritisch kann es bei Begegnungen mit Segelflugzeugen werden, da sie entweder nicht mit Transponder ausgerüstet sind oder das Gerät nicht eingeschaltet ist.

In erster Linie sind also die IFR-Piloten gefordert, ihre Luftraumüberwachung zu intensivieren. Aber auch wir Segelflieger können einen Beitrag leisten, ihnen die Aufgabe zu erleichtern. Nebst einer gewissenhaften Luftraumüberwachung sind folgende Punkte wichtig:

  • Im Luftraum Echo immer grosse Wolkenabstände einhalten
  • Nie auf Vortrittsrecht beharren
  • Segelflugzeuge, die bereits mit Transponder ausgerüstet sind: Transponder einschalten, Code 7000 rasten und ALT ON

Wo muss regelmässig mit zivilem IFR-Verkehr gerechnet werden?

  • Im Mittelland zwischen den TMAs Zürich und Bern sowie unterhalb TMA 8 Zürich und TMA T3 Basel.
  • Über dem Jura zwischen Tramelan und CTR les Eplatures.

Nun wünschen wir allen Segelfliegern eine erfolgreiche Saison 2014.

Download Gefährliche Begegnungen PDF


1 Instrument Flight Rules – Instrumentenflug Regeln
2 Visual Meteorological Conditions – Sichtflugbedingungen
3 Traffic Alert and Collision Avoidance System – Verkehrs Warn- und Ausweich System

Spot-Liste

In der Spot-Liste in der rechten Spalte gibt es eine Neuerung. Die Spot Besitzer werden gemäss ihrer Aktivität markiert. Es gibt folgende Aktivitäten:

  • Fliegen: Der Spot ist eingeschaltet und sendet regelmässig Positionen.
  • Eben gelandet: Der Spot sendet seit kurzem keine Positionen mehr.
  • OK: Der Spot wurde ausgeschaltet und der Pilot hat sich zurück gemeldet.
  • überfällig: Der Spot hat vor über einer Stunde seine letzte Position geschickt und der Pilot hat sich nicht zurück gemeldet.

Wie starte ich diesen Tracking Service?

Spot einschalten. Es kann bis zu 2 Stunden dauern bis die Markierung erscheint.

Wie melde ich mich zurück?

Es gibt zwei Arten:

  1. Bei Deinem Spot den OK Button drücken und den Spot ausschalten. Es kann bis zu 10 Minuten dauern bis die Spotliste reagiert.
  2. Wenn Du eingelogged bist, klicke in der Spotliste den Button “ich melde mich zurück”. Die Spotliste reagiert sofort.

Was passiert wenn ich überfällig bin?

Wenn Du Dich nicht wie oben beschrieben zurückmeldest, bekommst Du eine Email mit einem Rückmelde Button. Nach 20 Stunden verschwindet die Markierung.

Du oder Deine Gruppe sind selbst verantwortlich etwas zu unternehmen.

Wer kann diesen Service bekommen und wie installiere ich ihn?

Jedes Mitglied des SFVS, das sich auf dieser Webseite registriert hat, kann auf seiner Profilseite unter Kontaktinfo den Link zu seiner Spotkarte im Feld “Mein Spot Link” eintragen. Fertig.

Ich will auf diesen Sicherheitsservice verzichten

Auf Deiner Profilseite kannst Du unter Kontaktinfo “Meine Spot Aktivität ist” auf “privat” stellen.

Dies ist immer noch in eine Testversion. Es kann sein, dass die Anzeigen nicht richtig sind.

Ausschreibung Segelfluglehrer-Ausbildung 2015

Anbei die Ausschreibung, die Bedingungen und das Anmeldeformular für die Seglelfuglehrer-Ausbildung 2015

PDF Downloads

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Kaderkurse Segelflug 2015 Info

Kaderkurse Segelflug 2015

Anmeldung Kaderkurs Segelflug 2015

Auf unserer Seite Ausbildung > Fluglehrerausbildung findest Du noch mehr Informationen.

Das Swiss Junior Gliding Team präsentiert seine neue Homepage

Am diesjährigen Eröffnungsbriefing setzten sich einige der Junioren dafür ein, die Homepage des Swiss Junior Gliding Teams einem umfassenden Facelifting zu unterziehen. Schnell zeigte sich aber, dass die bestehende Homepage den heutigen Bedürfnissen einer mit Facebook vernetzten Plattform nicht mehr gerecht wird. Kurz entschlossen begann daraufhin das Team, unter kundiger Leitung von Dominik Mauchle (rent-a-site), eine neue Plattform zu bauen.

Hier nun das Resultat: Jung, frisch, dynamisch, informativ und natürlich topaktuell

Aber überzeuge Dich selbst unter: www.juniorgliding.ch

Viel Spass beim Lesen wünscht Dir das Swiss Junior Gliding Team!

Beat Straub
Nationalcoach Swiss Junior Gliding Team