Segelkunstflug WM Torun

Montag, 28.Juli

Heute waren wir mit der Kür dran. Die Kür stellt sich jeder nach seinem Geschmack zusammen, wobei aber bestimmte Vorgaben einzuhalten sind. Jeder sollte das Programm ausgiebig geübt haben.

Dieses Jahr gab es einige Überraschungen. Zum ersten Mal dürfte eine Pilotin die Goldmedaille gewonnen haben. Die junge Polin, Katarzina Zmudzinska, flog ein exzellentes Programm und liegt jetzt sowohl in der Kür als auch in der Gesamtwertung vorn. Es wäre toll, wenn wir dieses Jahr eine Weltmeisterin im Segelkunstflug feiern könnten!

Bei uns gab es auch einen Kracher: Christian Meier schlug als WM-Neuling die “alten Schlachtrösser” Martin Götz und Manfred Echter und belegte den neunten Rang in der Kür. Super! Morgen haben wir erst mal Pause, weil jetzt die Unlimited mit ihren Kürprogrammen dran ist. Danach kommt die erste Unbekannte Pflicht. Da trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Die erste Unbekannte enthält einige richtige Knacknüsse und nur wer die nötige Erfahrung mitbringt, kann da auf eine gute Platzierung hoffen. Alle Ergebnisse wie immer auf www.civa-results.com

Bericht: Manfred Echter

Segelkunstflug WM Torun

Sonntag, 27. Juli

Über den gestrigen Samstag brauche ich nicht viele Worte zu verlieren: Ausser Spesen nix gewesen! Nach fast fünf Stunden im Bus kamen wir endlich in Gdynia an. Dort schauten wir uns die Rennen von etwa fünf Teilnehmern des Red Bull Race an, dann hatten wir schon alles gesehen. Danach drei Stunden Rückfahrt. Schade, in Torun hätte man den ganzen Nachmittag fliegen können.

Heute ging es endlich richtig los. Die Advanced flog ihre Bekannte Pflicht. Wir drei Schweizer kamen zwar nicht sehr gut, aber immerhin anständig über die Runden. Keiner flog eine Null und die Wertungen liegen generell im Mittelfeld. Bei der Bekannten, die alle zur Genüge geübt haben, liegen die Punktzahlen der besseren Piloten immer sehr dicht beisammen. Besonders erfreulich: Christoph Meier, für den es der erste Flug an einer WM überhaupt war, liegt in der Wertung sogar noch vor dem Routinier Martin Götz, der heute kein glückliches Händchen hatte.

Im Kunstflug werden die Noten, welche die Punktrichter (hier sind es sieben) vergeben, mit einem aufwendigen statistischen Verfahren ausgewertet. Damit soll vermieden werden, dass sich persönliche Vorlieben oder Abneigungen der einzelnen Punktrichter auf das Endergebnis durchschlagen. Vorher muss jeder Teilnehmer seine Original-Wertungsblätter ansehen und abzeichnen. Somit sind die Wertungen absolut transparent und jeder hat Gelegenheit, etwaige Unregelmässigkeiten aufzuzeigen und ggf. dagegen Einspruch zu erheben. Alle Ergebnisse gibt es auf dem Results-Server der FAI-CIVA “

Bericht: Manfred Echter

Segelkunstflug WM in Torun

Freitag, 25. Juli

Es ist wie verhext! Jetzt warten wir schon den dritten Tag auf fliegbares Wetter. Anfang der Woche sah es noch so aus, als könnten wir alle sechs Programme locker in der verfügbaren Zeit fliegen, aber diese feuchte Luft, die uns vom Schwarzen Meer hereinweht, macht alles zunichte. Am frühen Morgen sah es gut aus, aber bereits gegen acht Uhr, als wir zum Briefing fuhren, hat es schon zugezogen und seit etwa zehn Uhr folgt ein Schauer auf den anderen. Auch der Wind in der Höhe ist immer noch zu stark. Weil die Prognose für morgen auch nicht viel verspricht, haben unsere Gastgeber einen Bustrip nach Gdynia an der Ostsee organisiert, wo morgen ein Red-Bull-Race stattfindet.

Bericht: Manfred Echter

Viel Spass beim Red Bull Race – aber bitte nicht nachmachen. (lh)

WM Leszno 27.07. bis 09.08.2014

Seit letztem Dienstag ist unser Team in Leszno komplett. Maxime Petitpierre und Alexander Osen (RR) sind bereits seit letzter Woche hier und haben einige schöne Flüge machen können. Fredy Zulliger (69) ist am Sonntag angereist und war ebenfalls schon zweimal in der Luft. Daniel Rossier (RD) ist am Montag in der Nacht angekommen. Er ist gestern geflogen. Die technische Inspektion haben alle drei erfolgreich überstanden. Heute ist das Wetter ganz einfach zu beschreiben: Regen, Regen, Regen. Für morgen besteht eine geringe Hoffnung, dass es am Nachmittag einen kurzen Hüpfer geben könnte – mit viiieeel Glück.

Die Stimmung bei uns ist trotzdem gut.

Freitag, 25.07.2014

Wie gestern geahnt, liegt auch heute nichts drin mit Fliegen. Das Wetter präsentiert sich grau in grau mit vielen Regentgropfen. Am Nachmittag könnte es einige Aufhellungen geben, aber die Luft ist zu feucht, als dass etwas möglich wäre. Am Nachmittag findet das erste offizielle Teamcaptains Briefing statt, wie immer eine Marathonsitzung.

Die Piloten nützen die Zeit für letzte Vorbereitungen, Networking oder sie schlafen vor.

Samstag, 26.07.2014

Heute Abend um 18.00 Uhr findet die Eröffnungsfeier auf dem Marktplatz in Leszno statt. Für das Schweizer Team wird Maxime die Flagge tragen.

Darum wird auch nur eine kurze Aufgabe ausgeschrieben: Eine AAT von 2 Stunden. Die offene Klasse fliegt in dieser Zeit zwischen 257 km und 403 km weit, die 18m Klasse zwischen 200 km und 403 km. Mittlerweile haben wir 14.00 Uhr. Alle drei Piloten sind in der Luft. Daniel und Maxime/Alexander fliegen die Aufgabe ab. Fredy hat heute Vormittag noch seine Mückenputzer montiert und testet sie. Er wird die Aufgabe nicht fliegen. Das Wetter ist nach zwei Tagen Regen wieder richtig schön. Zwar haben die Meteorologen Stabilität vorausgesagt, aber es sieht alles andere als stabil aus. Naja, wir werden sehen, was die Piloten berichten. Daniel ist um ca. 14.45 Uhr gelandet. Er scheint zufrieden zu sein mit seinem Flug. Maxime/Alexander sind soeben gelandet, es ist 15.35 Uhr. So, nun sind alle drei auf dem Boden, und wir können uns getrost und in aller Ruhe auf den Eröffnungsabend vorbereiten.

Sonntag, 27.07.2014

So, nun gilt’s Ernst. RD und RR sind in diesem Moment über die Startlinie. Ihre Aufgabe: Eine AAT mit 5 Punkten zwischen 281 km und 368 km. Dazu haben sie 2:45 h Zeit. Wir erwarten sie also zwischen 16.15 und 16.30 Uhr zurück. 69 hat ebenfalls eine AAT zwischen 223 km und 401 km. Er hat dafür 2:30 h Zeit. Auf seinen Abflug warten wir noch. Mittlerweile ist auch 69 über die Startlinie und wird etwa zur selben Zeit zurück sein, wie unsere Offenen. Das Wetter war am Morgen blau mit einigen Zirren. Um ca. 11.45 Uhr begann es zu kumulieren, was die Wettbewerbsleitung dazu bewog, den Start auf 12.00 festzulegen. Das ganze Startprocedere dauerte eineinhalb Stunden. Da ist mit Sicherheit noch Verbesserungspotenzial vorhanden. Am Nachmittag gingen heftige lokale Schauer nieder, welche unsere Piloten aber nicht beeinträchtigt haben. Mittlerweile scheint die Sonne wieder über dem Platz. Unsere drei Piloten sind zurück, mit erfüllter Aufgabe und mehr oder weniger zufrieden. Wir können also getrost zum Bier ….

Montag, 28.07.2014

Zweiter Wettbewerbstag und wieder eine AAT. Die offene Klasse fliegt innert 3:15h zwischen 415 und 509km weit. 18m hat innert 3:00h zwischen 308 und 492km weit zu fliegen. Erster Schlepp ist für 11:45 Uhr vorgesehen. Erfahrungsgemäss wird diese Zeit aber noch nach hinten verschoben. Die Stimmung im Lager ist locker und erwartungsvoll. Das Wetter sollte laut Aussage der Meteorologen dem gestrigen ähneln. Nun wird es Zeit für mich, auf das Grid zu gehen. Jetzt, um 14.00 Uhr sind unsere drei bereits wieder auf Strecke. Wie erwartet wurde die Schleppzeit auf 12.15 Uhr verschoben. Es brauchte seine Zeit, bis sich die ersten Wölkchen zeigten, und jetzt hat es schon wieder zugeschoben. Es wundert mich nicht, wenn es über dem Platz wieder zu regnen beginnt. 17:30 Uhr: 69 ist gelandet, RR im Anflug. Wir warten nur noch auf RD, der aber sicher auch bald landen wird. 20:45 Uhr: So, und nun noch der Rest der Geschichte. Kaum war RR gelandet und hatte seinen Flieger verzurrt, begann es wolkenbruchartig zu regnen. Ein starkes Gewitter entlud sich über dem Platz. Daniel hatte nicht so eine gute Linie erwischt und war zu diesem Zeitpunkt noch 40 km entfernt, aber im Endanflug. Auf dem Platz landen war zu jener Zeit unmöglich. Mit viel Geschick konnte er den Zielkreis erreichen, der einen Radius von 3km hat. Anschliessend musster er lange Zeit um den Platz herumgondeln, bis der Regen soweit nachliess, dass eine sichere Landung möglich war. Kaum hatte er verzurrt, entlud sich das zweite Gewitter, das sich bis 19.30 nicht beruhigen wollte. Wir sind glücklich, dass alle ihre Aufgabe erfüllen konnten und sicher gelandet sind.

Bert Schmelzer Weltmeister in Standardklasse

Bert Schmelzer Weltmeister

Aktiv-Mitglied des SFVS und der SG Knonaueramt wird Weltmeister in der Standardklasse

Gestern Sonntag, 6. Juli 2014, gingen in Räyskälä (Finnland) die Segelflug-Weltmeisterschaften der Club-, Standard- und Doppelsitzerklasse mit der Siegerehrung zu Ende. Leider waren keine Schweizer Piloten mit dabei. Sehr erfreulich ist aber, dass der Belgier Bert Schmelzer Weltmeister in der Standardklasse wurde. Bert Schmelzer lebt seit mehreren Jahren in der Schweiz und ist seit 2011 aktives Mitglied der Segelfluggruppe Knonaueramt. Der 31-jährige ist Architekt ETH und wohnt in Zürich. Bert ist vielen Schweizer Segelfliegern bekannt, hielt er doch an der letztjährigen Segelflugkonferenz in Olten einen sehr interessanten Vortrag über „Segelfliegen in Marokko“.

Bert Schmelzer war nach dem 2. Wertungstag im Gesamttotal bereits auf dem 1. Rang, unmittelbar vor Sebastian Kawa (amtierender Weltmeister der 15m-Klasse aus Polen). Am 3. Wertungstag fiel Bert auf den 11. Gesamtrang zurück. Auf eindrückliche Weise kämpfte er sich hoch und war am 5. Wertungstag bereits wieder auf Rang 2, direkt hinter Kawa. Am 6. und zweitletzten Tag konnte er Kawa mit 8 Punkten Vorsprung überholen. Der letzte (7. Wertungstag) brachte ihm sogar noch einen Vorsprung von 23 Punkten auf Kawa ein, so dass Bert auf Discus 2a schlussendlich mit 31 Punkten Vorsprung auf Kawa Weltmeister wurde. Sein Bruder Tijl flog ebenfalls in der Standardklasse auf den bemerkenswerten 8. Gesamtrang.

Bert gewann dieses Jahr ebenfalls den Hahnweide Wettbewerb auf einem Clubflugzeug der SG Knonaueramt, einer ASG 29, diesmal in der 18m Klasse vor Ex-Weltmeister Werner Meuser und Ex-Europameister Reinhard Schramme.

Bert, ganz herzliche Gratulation.

Kehrsatz, 7. 7. 2014
Edi Inäbnit, Leiter Büro Sport des SFVS

Segelflug-Chronik, Ergänzungen

Die Segelflug-Chronik 2013, erste Fortsetzung zum Buch “Segelflug-Chronik – Die Geschichte des Schweizer Segelflugs”, ist erschienen und kann (hier) runtergeladen werden. Kommentare und Ergänzungen sind willkommen.

Das Buch, das im Herbst 2013 herauskam, umfasst 288 Seiten und über 300 Illustrationen (Buchbeschreibung). Es ist bei den Lesern sehr gut angekommen (zu den erhaltenen Kommentaren). Es ist leicht leserlich, bringt den Segelflug auch einem breiteren Publikum näher und eignet sich auch als Geschenk für Nichtaviatiker. Wir haben noch Bücher in beiden Sprachversionen, deutsch und französisch, an Lager. Preis CHF 50.- + CHF 12.- Versandkosten. Bestellungen am besten beim Autor: kuengmr@web.de.

Gefährliche Begegnungen

Leider kommt es im Luftraum Echo immer wieder zu legalen, aber gefährlichen Annäherungen zwischen Motorflugzeugen, die nach IFR1 operieren, und VFR-Flügen.

Im Luftraum Echo gilt bekanntlich das Prinzip „See and Avoid“. Bei VMC2 gelten die Ausweichregeln und das generelle Vortrittsrecht auch für IFR-Flüge.

Die meisten Motorflugzeuge sind mit Transponder ausgerüstet und so für die Flugsicherung sowie mit TCAS3 ausgerüstete Flugzeuge sichtbar. Ein IFR-Pilot kann so rechtzeitig vor einer gefährlichen Annäherung gewarnt werden. Kritisch kann es bei Begegnungen mit Segelflugzeugen werden, da sie entweder nicht mit Transponder ausgerüstet sind oder das Gerät nicht eingeschaltet ist.

In erster Linie sind also die IFR-Piloten gefordert, ihre Luftraumüberwachung zu intensivieren. Aber auch wir Segelflieger können einen Beitrag leisten, ihnen die Aufgabe zu erleichtern. Nebst einer gewissenhaften Luftraumüberwachung sind folgende Punkte wichtig:

  • Im Luftraum Echo immer grosse Wolkenabstände einhalten
  • Nie auf Vortrittsrecht beharren
  • Segelflugzeuge, die bereits mit Transponder ausgerüstet sind: Transponder einschalten, Code 7000 rasten und ALT ON

Wo muss regelmässig mit zivilem IFR-Verkehr gerechnet werden?

  • Im Mittelland zwischen den TMAs Zürich und Bern sowie unterhalb TMA 8 Zürich und TMA T3 Basel.
  • Über dem Jura zwischen Tramelan und CTR les Eplatures.

Nun wünschen wir allen Segelfliegern eine erfolgreiche Saison 2014.

Download Gefährliche Begegnungen PDF


1 Instrument Flight Rules – Instrumentenflug Regeln
2 Visual Meteorological Conditions – Sichtflugbedingungen
3 Traffic Alert and Collision Avoidance System – Verkehrs Warn- und Ausweich System

Spot-Liste

In der Spot-Liste in der rechten Spalte gibt es eine Neuerung. Die Spot Besitzer werden gemäss ihrer Aktivität markiert. Es gibt folgende Aktivitäten:

  • Fliegen: Der Spot ist eingeschaltet und sendet regelmässig Positionen.
  • Eben gelandet: Der Spot sendet seit kurzem keine Positionen mehr.
  • OK: Der Spot wurde ausgeschaltet und der Pilot hat sich zurück gemeldet.
  • überfällig: Der Spot hat vor über einer Stunde seine letzte Position geschickt und der Pilot hat sich nicht zurück gemeldet.

Wie starte ich diesen Tracking Service?

Spot einschalten. Es kann bis zu 2 Stunden dauern bis die Markierung erscheint.

Wie melde ich mich zurück?

Es gibt zwei Arten:

  1. Bei Deinem Spot den OK Button drücken und den Spot ausschalten. Es kann bis zu 10 Minuten dauern bis die Spotliste reagiert.
  2. Wenn Du eingelogged bist, klicke in der Spotliste den Button “ich melde mich zurück”. Die Spotliste reagiert sofort.

Was passiert wenn ich überfällig bin?

Wenn Du Dich nicht wie oben beschrieben zurückmeldest, bekommst Du eine Email mit einem Rückmelde Button. Nach 20 Stunden verschwindet die Markierung.

Du oder Deine Gruppe sind selbst verantwortlich etwas zu unternehmen.

Wer kann diesen Service bekommen und wie installiere ich ihn?

Jedes Mitglied des SFVS, das sich auf dieser Webseite registriert hat, kann auf seiner Profilseite unter Kontaktinfo den Link zu seiner Spotkarte im Feld “Mein Spot Link” eintragen. Fertig.

Ich will auf diesen Sicherheitsservice verzichten

Auf Deiner Profilseite kannst Du unter Kontaktinfo “Meine Spot Aktivität ist” auf “privat” stellen.

Dies ist immer noch in eine Testversion. Es kann sein, dass die Anzeigen nicht richtig sind.

Ausschreibung Segelfluglehrer-Ausbildung 2015

Anbei die Ausschreibung, die Bedingungen und das Anmeldeformular für die Seglelfuglehrer-Ausbildung 2015

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